Mehr als ein Jahr Moni – eine Reflexion

Kartoffelstimme -What happened to Moni- Zine

Viele Menschen sind schon vor einiger Zeit zusammen gekommen um die Geschehnisse um Moni zu reflektieren und haben geklebt, gezeichnet und gescannt,
daraus ist ein englischdeutsches Zine entstanden, dass hier über den Link zum download verfügbar ist.

Einiges ist in diesen paar Monaten passiert, zwei Sommer und ein Winter, und es soll nicht unerzählt bleiben welche Erkenntnisse und Fehler sich mitnehmen lassen.
Nehmt mit was ihr gebrauchen könnt ( :

Alle weiteren Ausgaben gibt es hier:
Kartoffelstimme erste Ausgabe die Kartoffelstimme
Kartoffelstimme Bahnhofsausgabe als online lesbare Version und als Druckversion.

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Die Moni ist geräumt!

Nach über einem Jahr Widerstand und Leben im Losser Forst gegen die A14 und das System das sie bauen und davon profitieren will, wurde unser Camp von den Cops zerstört. Baumhäuser, Bodenstrukturen, sogar das Kompostklo, alles wurde restlos kaputtgemacht und zum Großteil mitgenommen. Zurück bleibt eine apokalyptische Szene von verletzten Bäumen, zerwühltem Boden und vielen Scherben.

Wir hatten den Wald zuvor verlassen und es wurden keine Menschen geräumt, uns geht es allen gut. Reflektion über die Besetzung und ihr Ende ist ein notwendiger, laufender Prozess. Für uns ist und bleibt aber bereits klar: Der Widerstand in der Altmark gegen Umweltzerstörung und Faschismus geht weiter! Für ein ökologisches Leben auf dem Land braucht es weder monotone Landschaften noch grauen Asphalt, sondern bunte Projekte und Raum für Biodiversität!

Wir freuen uns weiterhin über Unterstützung in Form von Spenden für anstehende Repressionskosten, Gesprächen um weiterführende Perspektiven zu schaffen und Vergangenes zu reflektieren und gelebter Solidarität mit allen von Unterdrückung betroffenen Lebewesen in der Altmark und überall sonst.

Heute is‘ nich alle Tage – wir komm‘ wieder, keine Frage!

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The Moni is evicted!

After more than a year of resisting and living in Losser Forst against the A14 and the system that wants to build and profit from it, our camp was destroyed by the cops. Tree houses, ground structures, even the compost toilet, everything was completely destroyed and taken away for the most part. What remains is an apocalyptic scene of injured trees, rumpled ground and lots of broken glass.

We had left the forest before and no people were evicted, we are all fine. Reflection on the occupation and its end is a necessary, ongoing process. But for us it is and remains already clear: The resistance in the Altmark against environmental destruction and fascism goes on! For an ecological life in the countryside we need neither monotonous landscapes nor gray asphalt, but colorful projects and space for biodiversity!

We continue to welcome support in the form of donations for upcoming repression costs, talks to create further perspectives and reflect on the past, and lived solidarity with all living beings affected by oppression in the Altmark and everywhere else.

Heute is‘ nich alle Tage – wir komm‘ wieder, keine Frage!

(Today is not everyday, we will be back, no question!)

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The future of the occupation

The train station fire still lingers as we look ahead to another month of drought and our gathering is once again massively disrupted by the police and public order office at great expense and under the pretext of personal protection.
We recognize that the last year and a half can best be described as the story of a collision of two worlds. With potential for explosion. The attacks on the train station, which culminated in its burning down, the conflict site forest occupation, hotly debated and contested, yet sign of a political stalemate. The constant police presence and harassment, as an unwelcome consequence.
We see the need in the people for tranquility and social peace, yet vehemently oppose a mere „business as usual“. We want to change something positive in this region, to advance the confrontation with our destructive political and economic system and to create self-organized, alternative ways of living. We’ve made our point, persisting through the winter and the eviction to our position that we need to build sustainable solutions, rather than a new highway. But in the current moment, building bridges is just as bitterly needed. We don’t want to get „stuck“ but to be part of a healing process that creates something positive out of a polarized situation. The forest occupation has always been a means of protest; as a place of political gathering, it must overcome its isolation.

Therefore, we strive for a transformation of the forest occupation.
In this context we refer to statements of the district administrator Patrick Puhlmann, who also asked the question what the forest occupants expect in return to leave the forest. We will not leave the forest, we want to transform it. This means that people will no longer be there permanently, but the place will remain in a different form.
In order to accomplish this process, we only expect the authorities not to put obstacles in the way of our efforts and to hinder the process through repression, unfulfillable regulations or bureaucratic hurdles.

We can imagine withdrawing from the forest in order not to further burden both the ecosystem and the social structure of the region. We want to respond consistently to the situation. In this way, we want to prevent further fires.
We are currently working out various scenarios for what could happen to the Moni. We do not want to make a final commitment yet.
Because one thing is certain, we will continue to engage ourselves in the region, against the highway and for the good life away from capitalism, patriarchy, domination and environmental destruction. For this we want to put our focus on other projects, such as the gradual reconstruction of the train station Seehausen. This is not an end but it can be the beginning of a new stage.

We want to promote mutual understanding and tolerance with the inhabitants of the region, unless they are fascists, (neo-)Nazis, AfD and their followers. In this case, our fullest rejection still applies!

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Die Zukunft der Besetzung

Der Bahnhofsbrand hängt noch immer nach, während wir auf einen weiteren Dürremonat blicken und unsere Versammlung erneut mit großem Aufwand und unter dem Vorwand von Personenschutz massiv von Polizei und Ordnungsamt gestört wird.

Wir erkennen an, dass die letzten eineinhalb Jahre sich am besten als die Geschichte eines Aufpralls zweier Welten beschreiben lassen. Mit Explosionspotential. Die Attacken auf den Bahnhof, die in seinem Niederbrand ihren Höhepunkt fanden, der Konfliktort Waldbesetzung, heiß diskutiert und umkämpft, dennoch Zeichen einer politischen Patt-Situation. Die ständige Polizeipräsenz und Schikane, als unliebsame Folge.

Wir sehen das Bedürfnis in den Menschen nach Ruhe und sozialem Frieden und stellen uns dennoch vehement gegen ein bloßes „Weiter So“. Wir wollen in dieser Region etwas positiv verändern, die Auseinandersetzung mit unserem zerstörerischen Politik- und Wirtschaftssystem voranbringen und selbst-organisierte, alternative Lebensweisen schaffen. Wir haben unseren Standpunkt deutlich gemacht, haben durch den Winter und die Räumung auf unserer Position beharrt, dass wir nachhaltige Lösungen aufbauen müssen, statt einer neuen Autobahn. Doch im aktuellen Moment ist es ebenso bitter nötig, Brücken zu bauen. Wir wollen uns nicht „festfahren“ sondern Teil eines Heilungsprozesses sein, der aus der polarisierten Situation etwas Positives schafft. Die Waldbesetzung war immer Mittel zum Protest; als Ort des politischen Zusammenkommens muss sie ihre Abschottung überwinden. 

 

Daher streben wir eine Transformation der Waldbesetzung an.

In diesem Zusammenhang verweisen wir auf Aussagen des Landrats Patrick Puhlmann, der auch die Frage stellte was die Waldbesetzer*innen als Gegenleistung erwarten, um den Wald zu verlassen. Wir werden den Wald nicht verlassen, wir wollen ihn umgestalten. Dazu gehört, dass nicht mehr dauerhaft Menschen dort sein werden, aber der Ort in anderer Form bestehen bleibt.

Um diesen Prozess zu bewerkstelligen erwarten wir von behördlicher Seite lediglich bei unseren Bestrebungen keine Steine in den Weg gelegt zu bekommen und den Prozess durch Repressionen, unerfüllbare Auflagen oder bürokratische Hürden zu behindern.

 

Wir können uns vorstellen, uns aus den Wald zurückzuziehen, um sowohl das Ökosystem als auch die Sozialstruktur der Region nicht weiter zu belasten. Wir wollen konsequent auf die Situation reagieren. Damit wollen wir weitere Brände verhindern. 

Was mit der Moni passieren könnte, dafür arbeiten wir gerade verschiedene Szenarien aus. Endgültig wollen wir uns noch nicht festlegen.

Denn eines steht fest, wir werden uns weiterhin in der Region engagieren, gegen die Autobahn und für das Gute Leben abseits von Kapitalismus, Patriarchat, Herrschaft und Umweltzerstörung. Dafür wollen wir unseren Fokus auf andere Projekte legen, wie beispielsweise den stückweisen Wiederaufbau des Bahnhofs Seehausen. Dies ist kein Ende aber es kann der Beginn einer neuen Etappe sein.

 

Wir wollen gegenseitiges Verständnis und Toleranz mit den Einwohner*innen der Region fördern, es sei denn es sind Faschist*innen, (Neo-)Nazis, AfD und ihre Gefolgschaft. In diesem Fall gilt weiter unsere vollste Ablehnung!

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Soli-Party: Trotz Nazi- und Bullenterror – Moni bleibt!

gefunden auf stressfaktor.squat.net

Soli-Party: Trotz Nazi- und Bullenterror – Moni bleibt!

Freitag, 8. Juli 2022, 18:00
Party
Musik/Konzert
Essen
Punk / Hardcore / Crust
Metal
rauchfrei
vegan

Eintritt 0-5€, 2G+ (mit Test) 
Cocktails, Küfa, Solitattoos, Redebeiträge, Lagerfeuer im Garten und Siebdruck
Es treten auf: Describing Unity (Anarcha-Queer Folk Punk), Ponyo (Schrammelpunk), Mimesis (Metall), Osfyn (experimental) und Roim- und Stroifahrzeuge (Oi! Streetpunk) – „FaulenzA“ (trans female Rap, Folk-Punk)und danach gibt’s Punk und Trash vom Mischpult

Nach einer Teilräumung und einem Großbrand in einer Support-Struktur (dem alten Bahnhof Seehausen) benötigt die Waldbesetzung Moni dringend Support. Damit die Kasse für die kommenden und bereits bestehenden Repressionen gefüllt ist, gibt’s ne schicke Soliparty mit Live-Acts, Cocktails, Küfa, Solitattoos, Redebeiträgen und Patches. Kommt vorbei! Bitte mit 2G+ Nachweis. Wir haben dafür auch einige kostenlose Tests vor Ort, bringt euch aber, wenn möglich, einen eigenen mit, den ihr vor Ort macht.

Für einen Vorgeschmack auf die Tattoos, schaut auf Instagram bei @qinntupled und @ananas.ink vorbei.

Der Innenbereich ist rauchfrei, die Party ist aber nicht auf drinnen beschränkt. Leider sind die Räume nur über eine Treppe zu erreichen und daher nicht barrierefrei. 

Mehr Infos und Spendenkonto: Moni.blackblogs.org Twitter: @bleibtmoni 

Warum braucht die Moni dringend Kohle?

Die Moni ist eine von Bullen und Nazis viel geplagte Waldbesetzung in Sachsen-Anhalt, die sich gegen den Bau der A14 stellt. Im Mai kam es zu einem Großeinsatz der Bullerei – einzig und allein zur Personalienfeststellung. Infolgedessen werden auf viele Menschen Repressionskosten zukommen. Bei dem Einsatz wurde außerdem eine Menge teures Material sowie Strukturen von den Cops zerstört oder geklaut.

Nur kurze Zeit später brannte es in dem alten Bahnhofsgebäude in einer Kleinstadt in der Nähe, welches von lokalen linken Strukturen und der Waldbesetzung als Veranstaltungs-, Lager- und Aufenthaltsort genutzt wurde. In der Vergangenheit gab es schon mehrere (mal mehr, mal weniger verheerende) Brand- und Bombenanschläge von Faschos auf das Gebäude; dieses Mal war das Feuer aber so groß, dass ein Großteil des Gebäudes nun eine Ruine ist. Infolgedessen kommen auf den Eigentümer, der uns das Gebäude zur Verfügung stellte, riesige Kosten zu, auf denen er nicht sitzen bleiben soll.

Treffen tut‘s einige, gemeint sind wir alle! Kommt rum!

Ort

UJZ Karlshorst
Hönower Str. 30
10318 Berlin

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The train station burned down

The Station building Seehausen is a long contested object. Since we moved in April 2021, we have repeatedly been the target of fascist attacks. Over the months, a social climate in the region solidified in which attacks on us were talked down, kept quiet, then partly approved and supported. On the morning of June 6, the station building finally burned down. The exact cause of the fire is still unclear, but it is clear that unknown people had gained unauthorized access to the building before the fire. No people were injured because, fortunately, there were none of our people in the building at the time. The building itself, however, is in ruins, was seized by the police and what the flames did not destroy was thoroughly frisked by the State Security. This measure, as well as the securing of the building, will be charged to the owner of the station, who had allowed us to use it. The building as well as all materials, tools, art, crafts etc that were in it are not insured. If a (partial) reconstruction should be possible, it will also be very expensive.
Any kind of support is urgently needed right now. We expect further costs and problems and do not exclude the possibility of further attacks on the station or the forest.

If you can, come to Seehausen or to the Moni or donate for us.
Donations gladly to:

Recipient: Spenden und Aktionen

DE29513900000092881806

BIC: VBMHDE5FXXX

Bank: Volksbank Mittelhessen

Intended Purpose: Keine-A14-Bahnhof

Against the social climate that has laid the groundwork for this fire! Against those who helped ignite it with misanthropic statements! Kein Ruhiges Hinterland! Moni Bleibt!

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Der Bahnhof ist abgebrannt

Der Bahnhof Seehausen ist ein lang umkämpftes Objekt. Seit unserem Einzug im April 2021 waren wir immer wieder Ziel von faschistischen Angriffen [1] [2]. Über die Monate verfestigte sich ein gesellschaftliches Klima in der Region, in dem Angriffe auf uns kleingeredet, verschwiegen, dann teils gebilligt und unterstützt wurden. Am Morgen des 6. Juni brannte das Bahnhofsgebäude schließlich ab. Die genaue Brandursache ist noch unklar, klar ist jedoch dass sich vor dem Brand unbekannte Menschen unbefugt Zutritt zu dem Gebäude verschafft hatten. Es wurden keine Menschen verletzt, da zu dem Zeitpunkt zu unserem großen Glück keine Menschen von uns im Gebäude waren. Das Gebäude selbst aber ist eine Ruine, wurde von der Polizei beschlagnahmt und was die Flammen nicht zerstörten wurde vom Staatsschutz gründlich gefilzt. Diese Maßnahme, sowie die Sicherung des Gebäudes, wird dem Eigentümer des Bahnhofs, der uns erlaubt hatte ihn zu nutzen, in Rechnung gestellt. Das Gebäude sowie alle Materialien, Werkzeuge, Kunst, Handwerksstücke etc die darin waren, sind nicht versichert. Falls ein (Teil-)Wiederaufbau möglich sein sollte, wird dieser ebenfalls sehr teuer.

Jede Art von Support wird gerade dringend benötigt. Wir erwarten weitere Kosten und Probleme und schließen auch die Möglichkeit von weiteren Angriffen auf den Bahnhof oder den Wald nicht aus.

Falls ihr könnt, kommt nach Seehausen oder in die Moni oder spendet für uns.

Spenden gerne an:

Empfänger*in: Spenden und Aktionen

DE29513900000092881806

BIC: VBMHDE5FXXX

Bank: Volksbank Mittelhessen

Verwendungszweck: Keine-A14-Bahnhof

Gegen das gesellschaftliche Klima, dass diesen Brand ermöglicht hat! Gegen jene, die mit menschenfeindlichen Aussagen mitgezündelt haben! Kein Ruhiges Hinterland! Moni Bleibt!

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Part-Eviction of Moni on May 18, 2022

Press Statement regarding the events of may 18th 2022

 

 

In the morning of the 05/18/2022 there was a large-scale police operation with about 2 hundred units and additional heavy duty equipment in the forest occupation Moni in Losser Forest (Seehausen). Police violence, failure to render assistance, arrests, life-threateningly damaged tree houses, destroyed height and ground structures, cut ropes and stolen material were the result. All this under the pretext of prosecuting minor breaches of the law. What a load of crap! 

 

Detailed version

Yesterday morning at about 9 o’clock, the police arrived with a large contingent in the forest occupation Moni in Losser Forst (Seehausen). Involved were an estimated 2 dog units from different cities including a climbing unit of nine cops, the „evidence securing and arrest unit“, short BFE or , 2 lifting platforms and a Unimog/clearance tank. The goal of the operation was allegedly the identification of activists due to misdemeanors (violations of assembly requirements) and violations of the ban on hooding, as well as the search of several inhabited structures. In addition, 4 people were evicted from tree houses with a hoist/cherry picker. Therefore, we also speak – in contrast to the police – decidedly of a partial eviction.

During the operation, several people were subjected to or threatened with physical violence. One person was pulled from a staircase and pushed to the ground while trying to get themself to safety. An underage person who was awakened by the cops was threatened to be stripped naked shortly after their living space was stormed without notice. The same person was denied urgently needed medical assistance during the identification process, despite repeated requests.

Another person was denied food for several hours while being taken into custody to establish their identity. The attempt of some observers to bring food to this person was answered by the police with physical violence and 3 charges. 

After about 8 hours after the start of the operation, the last of 5 people was released from custody and picked up by a supporter, whose car was followed and observed for several hours. 

In addition, the cops did a lot of damage to the assembly area: Climbing material, a roll of polypropylene and 7 ladders were stolen (#freeVersammlungsleiter), about 15 climbing ropes and several trusses were cut, ground structures, building material and a car trailer were destroyed, drinking water was dumped, a tree was severely damaged by crampons, the cables of the solar system were cut, tree houses were completely devastated from the inside as well as a tree house damaged in a life-threatening way. In addition, our fire protection sign was knocked over, our officially ordered fire protection aisles were filled in and fire extinguishers were obstructed – especially ironic in light of the fact that the public order office (Ordnungsamt) constantly criticizes our fire protection precautions. 

 

We repeat: all this because of a few misdemeanors and covered faces. The legality and especially the proportionality of this operation is highly doubtful. There were several unanswered offers of cooperation and talks on our part with the public order office – so this operation was not „the last option“. Regarding the conditions we are said to have violated: one of them is that we are not allowed to enter the tree houses until they have been checked for stability. We stand by the fact that we have used the tree houses, as they are an essential part of our gathering character and are our homes. We have tried several times to get an expert opinion on the stability of the tree houses, but this failed because there are no DIN standards for logs (which support the floors of the tree houses) in Germany. In addition, we can claim with a clear conscience that we know more about tree house statics than the alleged „specialists“ in the Ordnungsamt. We know which trunks can withstand how much, we know what kind of ropes we use for suspensions and bindings, how to use them and how strong they are. Our tree houses are safe. And we don’t need law enforcement rags pretending to protect us.

 

The other misdemeanor, according to the police, is participating in an assembly without an assembly leader. We can only laugh angrily at this accusation: only last summer the Higher Administrative Court of Magdeburg ruled that the occupation enjoys the legal status and protection of an assembly even without an assembly leader.

At this point, we would like to contradict some press voices that claimed that no expulsions were issued: both assembly participants and press representatives were expelled and supporters were prevented from participating in the assembly. But as is so often the case, the assembly law apparently only applies when it suits the cops.

 

We are incredibly angry about such criminalization and harassment of our legitimate protest. Climate protection is not a crime and not a misdemeanor, but the destruction of our livelihood is.

 

Pigs and public order office idiots: we can do without you. Get the hell out of the forest!

 

 

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Teilräumung in Moni am 18.05.2022

Pressemitteilung zur Teilräumung am 18.5.2022 – Kurzversion

Am Morgen des 18.5.2022 kam es zu einem Großeinsatz der Polizei mit ca. 2 Hundertschaften und schwerem Gerät in der Waldbesetzung Moni im Losser Forst (Seehausen). Polizeigewalt, unterlassene Hilfeleistung, Verhaftungen, lebensgefährlich beschädigte Baumhäuser, zerstörte Höhen- und Bodenstrukturen, zerschnittene Seile und geklautes Material waren das Ergebnis. All das unter dem Vorwand der Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten. Was für eine Scheiße!

Ausführliche Version

Am gestrigen Morgen um ca. 9 Uhr rückte die Polizei mit einem Großaufgebot in der Waldbesetzung Moni im Losser Forst (Seehausen) an. Beteiligt waren schätzungsweise 2 Hunderschaften aus verschiedenen Städten inklusive einer Klettereinheit aus neun Cops, der „Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit“, kurz BFE oder Prügelbande, 2 Hebebühnen und einem Räumpanzer. Ziel des Einatzes war angeblich die Personalienfeststellung von Aktivist*innen aufgrund von Ordnungswidrigkeiten (Verstöße gegen Versammlungsauflagen) und Verstöße gegen Vermummungsverbot sowie die Durchsuchung mehrerer bewohnter Strukturen. Dazu wurden 4 Menschen mit einer Hebebühne von Baumhäusern geräumt. Daher sprechen wir auch – im Gegensatz zur Polizei – entschieden von einer Teilräumung.

Während des Einsatzes wurde mehreren Menschen körperliche Gewalt angetan oder angedroht. Eine Person wurde bei dem Versuch, sich selbst in Sicherheit zu bringen, von einer Treppe gezogen und zu Boden gedrückt. Einem minderjährigen Menschen, der von den Bullen geweckt wurde, wurde gedroht, ihn nackt zu räumen, kurz nachdem dessen Wohnraum ohne Vorankündigung gestürmt wurde. Selbiger Person wurde während der Personalienfeststellung trotz mehrfacher Bitte dringend nötige medizinische Hilfe verweigert.

Einer anderen Person wurde während der Ingewahrsamnahme zur Identitätsfeststellung über mehrere Stunden das Essen verwehrt. Der Versuch einiger Beobachter*innen, dieser Person Essen zu bringen, wurde von der Polizei mit körperlicher Gewalt und 3 Anzeigen beantwortet. 

Nachdem etwa 8 Stunden nach Beginn des Einsatzes die letzte von 5 Person aus der Gewahrsam entlassen und von einem Unterstützer abgeholt wurde, wurde dessen Auto mehrer Stunden lang verfolgt, beobachtet und kontrolliert. 

Zudem haben die Cops eine Menge Schaden auf dem Versammlungsgelände angerichtet: Es wurden Klettermaterial (einer unserer Rettungsgurte), eine Rolle Polypropylen und 7 Leitern geklaut (#freeVersammlungsleiter), ca. 15 Kletterseile und mehrere Traversen abgeschnitten, Bodenstrukturen, Baumaterial und ein Autoanhäger zerstört, Trinkwasser ausgekippt, einem Baum schwere Schäden durch Steigeisen zugefügt, die Kabel der Solaranlage zerschnitten, Baumhäuser von innen komplett verwüstet sowie ein Baumhaus auf lebensgefährliche Weise beschädigt. Außerdem wurde unser Brandschutzschild umgefahren, unsere als Versammlungsauflage behördlich angeordneten Brandschutzschneisen zugeschüttet und Feuerlöscher verstellt – besonders ironisch vor dem Hintergrund, dass das O-Amt unsere Branschutzvorkehrungen ständig bemämgelt. 

Wir wiederholen: das alles wegen ein paar Ordnungswidrigkeiten und Vermummung. Die Recht- und besonders die Verhältnismäßigkeit dieses Einsatzes ist stark anzuzweifeln. Es gab mehrere unbeantwortete Kooperations- und Gesprächsangebote unsererseits an das Ordnungsamt – dieser Einsatz war also nicht „die letzte Option“. Zu den Auflagen, gegen die wir verstoßen haben sollen: eine davon lautet, dass es uns nicht gestattet ist, die Baumhäuser zu betreten, bis diese auf Standsicherheit geprüft sind. Wir stehen dazu, die Baumhäuser genutzt zu haben, da die Baumhäuser einen essentieller Bestandteil unseres Versammlungscharakters darstellen und unsere Wohnorte sind. Um ein Gutachten zur Standsicherheit haben wir uns bereits mehrfach bemüht, dies scheiterte allerdings daran, dass es in Deutschland keine DIN-Normen für Rundhölzer (welche die Böden der Baumhäuser stützen) gibt. Zudem können wir guten Gewissens behaupten, von Baumhausstatik mehr Ahnung zu haben als angebliche „Spezialist*innen“ im Ordungsamt. Wir wissen welche Stämme wieviel aushalten, wir wissen was für Seile wir für Aufhängungen und Einbindungen verwenden, wie man sie benutzt und wie belastbar sie sind. Unsere Baumhäuser sind sicher. Und wir brauchen keine Ordnungsamtlappen, die so tun als ob sie uns beschützen wollen.

 

Die andere Ordnungswidrigkeit besteht laut Polizei in der Teilnahme an einer Versammlung ohne Versammlungsleiter. Über diese Anschuldigung können wir nur wütend lachen: erst letzten Sommer urteilte das Oberverwaltungsgericht Magdeburg, dass die Besetzung auch ohne Versammlungsleitung den rechtlichen Status und Schutz einer Versammlung genießt.

An dieser Stelle möchten wir einigen Pressestimmen widersprechen, die behaupteten, es seien keine Platzverweise ausgesprochen worden: es wurden sowohl Versammlungsteilnehmenden als auch Pressevertretenden Platzverweise ausgesprochen sowie Unterstützende an der Teilnahme der Versammlung gehindert, was definitiv nicht rechtmäßig war. Aber wie so oft gilt das Versammlungsgesetz anscheinend nur wenn es den Bullen gerade passt.

 

Wir sind unfassbar wütend über eine derartige Kriminalisierung und Schikanierung unseres legitimen Protests. Klimaschutz ist kein Verbrechen und auch keine Ordnungswidrigkeit, das Zerstören unserer Lebensgrundlage hingegen schon.

 

Bullenschweine und Ordnungsamt-Opfer: Wir kommen super ohne euch aus. Verpisst euch aus dem Wald!

 

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